Stadtwerke Kelheim und Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. legen neue Wildblumenwiese an
Im Rahmen des Projekts „Hier wächst Wildnis – Eh-da-Flächen im Landkreis Kelheim“ hat der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. gemeinsam mit den Stadtwerken Kelheim in der Bauersiedlung in Kelheim eine neue Wildblumenwiese angesät. Die Fläche hat eine besondere Vorgeschichte: Bis vor Kurzem stand hier ein Trafoturm. Seine Funktion wurde bereits zuvor von einer modernen Trafostation übernommen. Durch den jetzt erfolgten Rückbau des Turms entstand eine freie Fläche, die nun die Chance bekommt, sich in einen bunten Lebensraum zu verwandeln. Aus einem früher rein technisch genutzten Standort wird so ein kleines Stück Natur zurückgewonnen.
Als typische Eh-da-Fläche eignet sich der Standort perfekt – denn es handelt sich um eine Fläche, die ohnehin vorhanden war. Genau solche Bereiche bieten großes Potenzial: Ohne zusätzliche Versiegelung können hier wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere entstehen. Eine Wildblumenwiese liefert Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten und fördert so ganz unmittelbar die Artenvielfalt vor Ort. Unter fachlicher Anleitung des VöF wurde eine regionale, artenreiche Saatgutmischung ausgebracht. Der Zeitpunkt ist ideal gewählt: Der Herbst und – bei mildem Wetter – sogar der Winter bieten beste Bedingungen für die Ansaat. Viele Wildpflanzen gehören zu den Lichtkeimern und benötigen offene Bodenstellen, während Kaltkeimer die natürliche Kältephase brauchen, um im Frühjahr kräftig auszutreiben.
Die Stadtwerke Kelheim unterstützen regelmäßig Projekte, die zur ökologischen Aufwertung beitragen. So haben sie erst Mitte des Jahres das Projekt „Höhenflug – Gebäudebrüter im Landkreis Kelheim“ begleitet und an einem Trafogebäude im Einzugsgebiet des Nationalen Naturmonuments Weltenburger Enge Nisthilfen für den Mauersegler angebracht. Auch die aktuelle Einsaat reiht sich in dieses Engagement ein und ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Pflege und ökologischer Aufwertung städtischer Flächen.
„Mit solchen gemeinsamen Aktionen leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Natur- und Artenschutz, sondern zeigen auch, wie bestehende Infrastrukturflächen zusätzlich ökologisch aufgewertet werden können“, betonen Geschäftsführerin Sabine Melbig und Franz Kärtner von den Stadtwerken sowie Michaela Powolny und Klaus Amann vom VöF e.V. In den kommenden Monaten bleibt die Fläche noch unscheinbar – doch ab dem Frühjahr soll sich die Wiese nach und nach zu einem farbenfrohen, lebendigen Blühraum entwickeln, der das Stadtbild bereichert und vielen Tieren zugutekommt.
(Pressemitteilung von Michaela Powolny, Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V.)

