Stadtwerke verheizen Holz der Waldbesitzervereinigung

Seit der Eröffnung des Biomasseheizkraftwerks (BMHKW) 2011 beliefert die Waldbesitzervereinigung Kelheim-Thaldorf (WBV) die Stadtwerke Kelheim mit Holzhackschnitzeln aus heimischen Wäldern. Diese gute Zusammenarbeit wurde nun für die kommenden zwei Jahre ausgeweitet.

Im BMHKW der Stadtwerke Kelheim (SWK) wird aus Holzhackschnitzeln Biowärme und Strom erzeugt. Wichtig war der SWK dabei stets, dass die Hackschnitzel aus der Region kommen und eine gute Qualität aufweisen. „Der Anspruch der Nachhaltigkeit bezieht sich bei uns nicht nur auf den Rohstoff Holz selbst, sondern auf die ganze Produktionskette. Durch die Belieferung durch regionale Erzeuger, halten wir die Transportwege kurz, schonen die Umwelt und sorgen dafür, dass die Wirtschaftskraft in der Region bleibt“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Melbig.

In diesem Jahr rollte 105 Mal ein Traktor der WBV auf den Hof des BMHKW. Künftig wird das deutlich öfter passieren, denn anstelle der bisher 500 Atro-Tonnen („absolut trocken“) ist eine Jahresliefermenge von 1.200 Atro-Tonnen vereinbart. „Die Qualität der Holzhackschnitzel der WBV war immer einwandfrei. Deshlab haben wir die Liefermenge gerne erhöht“, erklärt Felix Ipfelkofer, der bei den Stadtwerken für das Qualitätsmanagement der Hackschnitzellieferungen zuständig ist.

Auch bei der Waldbesitzervereinigung begrüßt man die erweiterte Zusammenarbeit. „Wir sind froh, dass unsere Hackschnitzel in der Region bleiben“, so der Vorsitzende der WBV, Rupert Gruber, dem kurze Transportwege ein großes Anliegen sind. Die WBV liefert vor allem Rundholz an Sägewerke, aber auch Hackschnitzel an die Stadtwerke Kelheim und größere Heizkraftwerke.

Die Stadtwerke erhalten künftig ein Drittel der durch die WBV produzierten Hackschnitzel. „Diese entstehen als Nebenprodukt bei der Holzernte. Es handelt sich hier vor allem um Wipfelholz, dass im Sägewerk nicht weiterverarbeitet weren kann“, erklärt WBV-Geschäftsführer Ottmar Kürzl. „Die Waldbauern ernten das Holz, die WBV kümmert sich um den Abtransport, das Hacken und verteilt es danach an die Kunden“, erklärt Geschäftsführer Ottmar Kürzl das Prozedere.