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Smart Meter: Ein paar Fragen - ein paar Antworten

Intelligente Stromzähler – sogenannte Smart Meter – sind bald Pflicht: Mit ihnen sollen Energiedaten digital gesendet, empfangen und die Stromnetze gesteuert werden. Doch der gesetzlich vorgeschriebene Zählertausch wirft natürlich auch einige Fragen auf. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Schon längst ist die Energiewende in Deutschland voll im Gange, gerade bei der Produktion ausregenerativer Energie. Doch Erzeugung und Verbrauch sind oft nicht optimal auf einander abgestimmt, weshalb des Öfteren Wind- oder Solaranlagen vom Netz genommen werden müssen um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden. Aufgrund dieser Problematik wurde am 2. September 2016 das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet, welches das Ziel verfolgt, Stromnetze, Erzeugung und Verbrauch miteinander zu verknüpfen. Daher werden in den nächsten Jahren Smart Meter installiert.

Doch was genau hat das zu bedeuten? Wir haben die wichtigsten Fragen der Stromkunden zusammengefasst:

 

Warum werden die alten Stromzähler, die nach wie vor noch funktionieren, ausgetauscht?

Der alte Zähler ist für das Stromnetz der Zukunft nicht intelligent genug. Dieser weiß nicht, wann genau wieviel Energie verbraucht wird, da er nur einmal im Jahr abgelesen wird. Ein Smart Meter hingegen liefert Verbrauchsdaten in wesentlich kleineren Intervallen.

 

Was hat das mit der Energiewende zu tun?

Schon 2016 deckten erneuerbare Energien etwa ein Drittel der Stromnachfrage. Dieser Strom wird allerdings nicht auf Nachfrage produziert, sondern nach aktueller Wetterlage. Das bedeutet, je nachdem wie stark die Sonne scheint oder der Wind weht, steigt oder sinkt die Energieerzeugung. Für Netzbetreiber ist es eine Herausforderung, dieses variierende Angebot mit der Nachfrage in Einklang zu bringen. Intelligente Stromzähler sollen dabei helfen.

 

Warum kommen solche Zähler erst jetzt?

Momentan gelingt es den Netzbetreibern noch gut, die wetterbedingten Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Je höher allerdings der Anteil der regenerativen Energien steigt, desto schwieriger – und teurer – wird diese Arbeit. Dieses Problem hat die Politik erkannt und das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet. Dieses beinhaltet das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), welches unter anderem vorgibt, wer bis wann welche Zähler zu erhalten hat.

 

Wer ist betroffen und wann geht’s los?

Flächendeckend sollen die digitalen Stromzähler bis 2032 in Betrieb genommen sein.

Anfangs erhalten Kunden, die mehr als 10 000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr verbrauchen, intelligente Messsysteme. Auch Stromerzeuger mit Photovoltaik- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ab 7 kW installierter Leistung erhalten die neuen Zähler, zudem Besitzer von Wärmepumpen, Elektroautos oder Speicherheizungen, sofern die Stromzähler unterbrechbar sind. Haushalte mit einem Jahresverbrauch von weniger als 6000 kWh erhalten dagegen eine „moderne Messeinrichtung“. Hier findet im Gegensatz zum intelligenten Messsystem keine Übertragung von Verbrauchsinformationen statt, kann jedoch auf Wunsch nachgerüstet werden.

 

Welche Vorteile bringt mir als Kunde ein intelligentes Messsystem?

Ein Smart Meter stellt Ihren Verbrauch transparent dar. Er vermeidet, dass Ihr Zähler vor Ort abgelesen werden muss und ermöglicht Ihnen variable Stromtarife zu nutzen. Variable Stromtarife machen verschiedene Strompreisstufen in einem Tarif möglich, d.h. zu bestimmten Zeiten (z.B. tagsüber oder nachts) ist der Strom teurer oder günstiger. Damit können Sie mit Ihrem Verbrauchsverhalten aktiv auf die Höhe Ihrer Stromkosten Einfluss nehmen. Aufgrund der zeitnahen Verbrauchswerte können Sie außerdem eigenständig unnötige Stromfresser, wie z. B. falsch angeschlossene Geräte oder Stand-by-Verbraucher, identifizieren und somit Ihren Energieverbrauch senken.

 

Wie sicher sind meine persönlichen Daten?

Hier müssen Sie sich keine Sorgen machen. Smart Meter Gateways (das Kommunikationsmodul) erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Diese sind strenger als beispielsweise beim Online-Banking. Für die meisten Privatkunden reicht zudem eine moderne Messeinrichtung ohne Kommunikationsmodul aus.

 

Wer bezahlt die Umstellung auf digitale Zähler?

Der Zählertausch ist kostenfrei. Wie bisher auch, fallen jedoch für den Betrieb des Zählers Kosten an. Diese liegen bei konventionellen Zählern, je nach Art, zwischen 4 und 17 Euro jährlich. Für moderne Messeinrichtungen gilt jedoch eine gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze von 20 Euro (brutto) jährlich. Allerdings sollen die zusätzlichen Kosten pro Jahr durch geringere Stromkosten ausgeglichen werden. Denn Ziel des Projektes ist es, Verbrauch und Produktion möglichst gut aufeinander abzustimmen. Das bedeutet, dass sich auch am Verbrauch etwas ändern muss. Um dies zu erreichen, werden über kurz oder lang, neue variable Tarife auf den Markt kommen. Kunden die Strom abnehmen wenn gerade viel davon verfügbar ist, werden so mit günstigen Preisen belohnt. Ein Smart Meter weiß, wann das der Fall ist.

 

Wie geht es weiter?

Auch wir werden als grundzuständiger Messstellenbetreiber die modernen Messeinrichtungen einbauen. Ab 2018 werden die herkömmlichen Stromzähler nach und nach gegen moderne Messeinrichtungen ausgetauscht, so wie es das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) vorsieht. Sie selbst brauchen sich um nichts zu kümmern. Das MsbG ermöglicht es dem Kunden auch einen anderen Messstellenbetreiber zu wählen, vorausgesetzt dieser erfüllt hierfür alle gesetzlichen und technischen Voraussetzungen.

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an unseren Kundenservice.